Gaspreise erreichen 4 Dollar
Die Benzinpreise in den USA sind wieder auf über 4 Dollar pro Gallone geklettert, während die Ölpreise innerhalb einer Woche um mehr als 15% gestiegen sind, da der US-Iran-Konflikt eskaliert. Die Blockade der Straße von Hormus hat den Rohölfluss aus dem Nahen Osten gestört, wobei US-Streitkräfte Schiffe betreten und iranische Angriffe die Schifffahrtswege bedrohen.
Der landesweite Durchschnittspreis für Benzin stieg sprunghaft an, da die Märkte das Risiko längerer Störungen einpreisten. Die Rohöl-Benchmarks fielen zwischenzeitlich auf positive Zeichen, dass Verhandlungen noch möglich seien, aber der Gesamttrend ist seit Beginn des Konflikts stark nach oben gerichtet.
Verbraucherwirkungen breiten sich aus
Höhere Treibstoffkosten wirken sich auf die gesamte Wirtschaft aus. Delta-Air-Lines-CEO Ed Bastian warnte, dass die Flugpreise auch bei fallenden Kerosinpreisen hoch bleiben werden. Die Verbraucherinflation, die im Juni auf 3,5% abgekühlt war, steht nun erneut unter Aufwärtsdruck durch Energiepreise. Bank of America-Daten zeigten ein vierjähriges Hoch des Konsumwachstums im Juni, teilweise angetrieben durch Weltmeisterschaftstourismus, aber der Ausblick für das zweite Halbjahr ist durch steigende Energiekosten getrübt.
Fed steht vor neuem Inflationsdruck
Fed-Chef Kevin Warsh sagte in seiner ersten Kongressaussage, die Zentralbank habe "keine Toleranz" für erhöhte Inflation, ließ aber offen, ob höhere Zinssätze nötig seien. Die Kombination aus Energieschocks und anhaltendem Preisdruck stellt die Geldpolitik vor eine schwierige Herausforderung.